02.06.2021

Heidepark Soltau nach Corona

2.6.2021 Voll Vorfreude starteten wir frühzeitig von Magdeburg in Richtung Soltau… Nach reichlich zwei Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel und dank vorgebuchtem Parkticket für 6,5 € erhielten wir auch schnell einen Parkplatz. Auch der Einlass ging relativ zügig, da die Inzidenz in Soltau bereits unter 35 lag, musste wir unseren am Vortrag gemachten Corona Test, gar nicht vorzeigen.
Wir als Freizeitparkkenner schnappten uns erst einmal die Karte und studierten den Lageplan. Der Park ist zurzeit nur bis 18:00 geöffnet, wir mussten also sicherstellen, dass wir effektiv vorgehen. 😊 Wir entschieden uns für eine Route und unser Weg führte uns zur nächst zur Schiffsschaukel – man muss sich ja schließlich rantasten. Nach den ersten kleineren Achterbahnen, fühlten wir uns bereit für die erste Attraktion der „Big 7“. Zu unsere große Überraschung zeigte die Tafel für den Free Fall Tower Scream 0 Minuten an. Dann mussten mir natürlich sofort ausnutzen und los ging es – 71 m hoch hinaus und nach kleiner Verschnaufpause auch direkt mit tosenden 100 km/h wieder hinab. Wir beide dachten uns „Nochmal, Nochmal“ und rannten schnell wieder zum Anfang und konnten ohne Verzögerung noch einmal das Kribbeln im Bauch genießen. Mit neuem Mut und Vorfreude ging es der berühmten Holzachterbahn Colossos entgegen – meinem persönlichen Favorit, und mit geschlossenen Augen, auch bei der dritten Fahrt Nervenkitzel pur!
Nach so viel Aufregung brauchten wie erst einmal eine Stärkung, bei dem zahlreichen Angebot im Park, war das auch kein Problem. Wir entschieden uns für Pommes mit Chicken Nuggets. Diese gab es sogar in vegane Variante – ein großer Pluspunkt! Mit vollem Magen ging es weiter zum Kettenkarusell, ein persönliches Muss und für die erste Fahrt nach dem Essen genau das Richtige. Da wir so langsam wieder eingegrooved waren, trauten wir uns nun heran an Desert Race. Mit einem Start von 0 auf 100 km/h in nur 2,4 Sekunden, ist dass auf jeden Fall, die Attraktion mit dem größten und langanhaltenden Bauchkribbeln.
Eine weitere Sensation ist die Krake. Qualvolle Sekunden blickt man hier panisch hinunter auf das Schiffswrack in den Fängen der Bestie und stürzt plötzlich senkrecht in die Tiefe. Da wir der Bestie entkommen konnten und meine Schwester einen „Happy Birthday“-Button an ihrer Jacke hatten, lies uns das freundliche Personal gleich noch einmal fahren.
Im Großen und Ganzen waren wir wirklich begeistert. Die Top 7 halten ihr Versprechen nach Nervenkitzel und die vielen, charmante kleineren Attraktionen bieten immer wieder nötige Verschnaufspausen. Lediglich die Achterbahn „Limit“ konnte uns nicht überzeugen. Im Vergleich zu den anderen kann sie nicht mehr mithalten. Außerdem ist man die ganze Zeit damit beschäftigt, den Kopf still zu halten, damit man nirgendswo anstößt. Gerade wenn der Zeitplan eng ist, kann man auf diese Bahn verzichten und die Zeit lieber in Flug der Dämonen investieren. Die 40 Minuten Wartezeit (doppelt so lang wie Colossos und Desert Race) hat uns leider abschreckt, wir mussten uns aber später sagen lassen, dass das wohl die beste Attraktion ist. Da bleibt uns wohl nichts anderen übrig, als wieder zu kommen. 😊
Zum Schluss noch ein paar Insider-Tipps:
Mit der Heidepark App hat man stets den Überblick über die Wartezeiten an allen Attraktionen. Das kann das Planen vereinfachen.
Manchmal steht an den Wartetafel: Geschlossen wegen Defekt. Wir haben das ignoriert und uns einfach angestellt und konnten so dreimal in kürzester Zeit Desert Race fahren.
Die Attraktionen schließen bereits eine Stunde vor der offiziellen Zeit. Indem wir uns 3 Minuten vor 17:00 noch schnell angestellt haben, konnten wir die Zeit optimal ausnutzen.
Nach einem süßen Abschluss mit Schokoerdbeeren und kandiertem Apfel und einer kleinen Einkaufstour im Souvenirladen, saßen wir gegen 18:10 erschöpft aber glücklich im Auto und traten die Heimreise an.